Zukunft Weinland

Die Klausurtagung des ZPW-Vorstandes und der Workshop des Gemeindepräsidenten Verbandes (GPV) Bezirk Andelfingen haben deutlich gezeigt: Dem Weinland geht es grundsätzlich gut. Unsere Region hat ziemlich alles, was der ländliche Raum zu bieten hat und was es zum Leben braucht. Mängel sind eher untergeordneter Art oder lassen sich aus strukturellen Gründen nicht beheben. Dies entbindet uns nicht der Aufgabe, über die Zukunft nachzudenken. Welches sind die spezifischen Stärken, aber auch Schwächen unserer Region? Wie soll sich unser Lebensraum entwickeln? Welche Leitideen lassen sich für eine prosperierende Zukunft des Weinlandes ableiten? Antworten auf diese Fragen gewinnen speziell im Hinblick auf die Überprüfung des kantonalen Richtplans noch an Bedeutung. 

Die Hauptstärken unserer Region liegen in der hochgehaltenen und betonten Eigenständigkeit der Gemeinden. Noch ist eine starke 'regionale' Identität spürbar, auch in Gemeinden mit vielen zugezogenen Bewohnern. Die hohe Identifikation mit der eigenen Region manifestiert den klaren Willen, die Unabhängigkeit des Weinlandes und seiner Gemeinden in ihrer Vielfalt zu erhalten und weiter zu pflegen. Diese Grundvoraussetzungen bilden den Rahmen für die künftigen Leitziele, denen sich die ZPW verpflichtet.

Die im Vorstand der ZPW erarbeiteten Leitsätze sind Ausdruck einer ländlich geprägten Sichtweise. Sie hält Bewährtes aufrecht, hinterfragt Überkommenes und zeigt sich Neuem gegenüber sowohl kritisch als auch aufgeschlossen. Für die 11 Handlungsfelder, welche die Entwicklung massgebend prägen, werden Leitlinien zur Zukunft formuliert und mit ausgewählten Zielen und Massnahmen zur Umsetzung ergänzt. In ihrer Wirkung sollen sie eine verantwortungsbewusste Entwicklung unseres Siedlungs- und Landschaftsraums fördern und fortschreiben.

Die Leitlinien und Ziele orientieren sich nicht zuletzt am GPV-Workshop vom 27. Juni 2007 der deutlich machte, dass trotz erkennbarer innerregionaler Disparitäten, die in Zukunft noch zunehmen dürften, Fusionen von Gemeinden unerwünscht und zu vermeiden sind. Umso wichtiger wird es sein, Ungleichheiten als Folge der stark lageabhängigen Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung vermehrt zu beachten und in geeigneter Weise aufzufangen. In Zukunft stehen darum verstärkte Kooperationen auf kommunaler und subregionaler Ebene im Vordergrund. Es ist nötig und wünschbar, dass die Behörden, die Zweckverbände und weitere Akteure frühzeitig in die Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen kooperativer Zusammenarbeit einbezogen werden. Das vorliegende Positionspapier hat nicht zuletzt den Zweck, alle Beteiligten daraufhin zu sensibilisieren.

Das Positionspapier skizziert die wesentlichen Einflüsse und hält wichtige regionale Anliegen zuhanden der Regionsgemeinden fest. Gleichzeitig bildet es die Grundlage für die Mitwirkung der ZPW im GPV des Bezirks und künftige Stellungnahmen im Rahmen der kantonalen Richtplanung.

 Zukunft Weinland

 

 
 
Zürcher Planungsgruppe Weinland

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